Aktien New York: KI-Aktien belasten Nasdaq-Börse - Dow stabil
NEW YORK (dpa-AFX) - Fallende Kurse von Aktien aus dem Umfeld der Künstlichen Intelligenz (KI) haben am Dienstag die technologielastige Börse Nasdaq belastet. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> ging es zuletzt um gut ein Prozent auf 26.996 Punkte nach unten. Auslöser der Verluste war ein kritischer Zeitungsbericht über das KI-Forschungsunternehmen OpenAI.
Der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> gewann 0,1 Prozent auf 49.197 Zähler. Hier sorgte die Quartalsbilanz von Coca-Cola <US1912161007> für bessere Stimmung. Der S&P 500 <US78378X1072> gab um gut ein halbes Prozent auf 7.132 Punkte nach. In dem marktbreiten Index sind die schwachen KI-Aktien schwer gewichtet.
Grundsätzlich üben sich Investoren weiterhin in Zurückhaltung. Zum einen schüren die erneut deutlich steigenden Ölpreise wegen fehlender Fortschritte im Iran-Krieg die Konjunktur- und Inflationsängste. Zum anderen steht der Zinsentscheid der US-Notenbank bevor. Experten rechnen nicht mit Änderungen.
Ein kritischer Bericht des "Wall Street Journal" über OpenAI drückte auf die Kurse der großen Tech-Partner des Unternehmens. Der Zeitung zufolge hat der KI-Entwickler geschäftliche Ziele zuletzt nicht realisieren können. Daraufhin fielen Oracle <US68389X1054> um mehr als drei Prozent und die Papiere des Cloud-Computing-Anbieters Coreweave <US21873S1087> um gut vier Prozent.
Auch die Papiere von Halbleiterherstellern, die große Daten- und Rechenzentren mit ihren Hightech-Komponenten ausstatten, wurden von dem Bericht in Mitleidenschaft gezogen. So verloren die am Vortag noch auf ein Rekordhoch gestiegenen Nvidia <US67066G1040>-Aktien 2,4 Prozent und AMD <US0079031078> 3,2 Prozent.
An die Spitze des Dow Jones Industrial setzten sich die Papiere von Coca-Cola mit einem Aufschlag von 5,6 Prozent. Der Getränkekonzern hat sich nach dem ersten Quartal höhere Ziele für das Gesamtjahr gesteckt, das kam am Markt gut an.
UPS <US9113121068> büßten hingegen fast drei Prozent ein. Die Bank JPMorgan wies auf schwache Geschäfte des Logistikriesen auf dem Heimatmarkt hin, auf das Anleger negativ reagieren dürften.
General Motors <US37045V1008> fielen zunächst um vier Prozent, holten anschließend die Verluste aber wieder auf. Der Autobauer rechnet in diesem Jahr mit Gegenwind von Ausgaben für Rohstoffe und Halbleiter sowie Wechselkursen.
Aktien von Spotify <LU1778762911> brachen um über 14 Prozent ein. Der Streamingdienst legte einen durchwachsenen Quartalsbericht vor und blieb auch mit den Zielen für das laufende Quartal teilweise hinter den Erwartungen zurück./bek/he