ROUNDUP: VW-Lkw-Tochter Traton weniger belastet als gedacht - Aufträge ziehen an

2026-04-29T12:06:54.000+02:00

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die VW<DE0007664039>-Nutzfahrzeugtochter Traton <DE000TRAT0N7> hat im ersten Quartal im Tagesgeschäft besser abgeschnitten als erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis sank zwar um rund zehn Prozent auf 582 Millionen Euro, wie das MDax<DE0008467416>-Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte. Analysten hatten aber einen deutlicheren Dämpfer befürchtet. Zollkosten in den USA federte Traton mit geringeren Fixkosten ab. Die Aktie legte zu.

Das Papier gewann am Vormittag 1,4 Prozent auf 31,20 Euro. Im laufenden Jahr hat der Kurs damit auch ein geringes Plus aufzuweisen. Der Auftragseingang und die Margen seien solide ausgefallen, schrieb UBS-Analyst Hemal Bhundia. Das sei positiv. Citi-Experte Klas Bergelind führte die besser als erwartet ausgefallene Marge auf MAN, den US-Truckhersteller International und das Südamerikageschäft zurück. Auch Scania habe etwas besser abgeschnitten als gedacht.

Die bereinigte Marge insgesamt fiel mit 5,7 Prozent 0,4 Prozentpunkte geringer aus als ein Jahr zuvor. Der Umsatz ging um vier Prozent auf 10,2 Milliarden Euro zurück, vor allem weil der Absatz wie bereits bekannt um sechs Prozent geschrumpft war. Mit dem um 18 Prozent auf 87.775 Fahrzeuge anziehenden Auftragseingang sieht Traton aber wieder besseren Zeiten entgegen. Die Jahresprognosen bestätigte das Management.

"Wir begegnen dem anhaltend schwierigen Marktumfeld weiterhin mit strikter Kostendisziplin", verwies Finanzchef Michael Jackstein auf die laufenden Sparprogramme. In den USA strich das Unternehmen nach Angaben von Jackstein mehr als 300 Stellen. Der Konzern hatte bereits in Aussicht gestellt, dass für einen Stellenabbau in den USA sowie einen Geschäftsverkauf dort Einmalkosten anfallen würden. Der Stellenabbau schlug mit 17 Millionen Euro Sonderbelastungen zu Buche, 154 Millionen Euro kostete der Verkauf von Geschäftsteilen.

Traton bezifferte die Sonderkosten im Quartal insgesamt auf 521 Millionen Euro. Der größte Posten bei den Sonderkosten waren Anpassungen im Elektroprogramm mit 207 Millionen Euro. Auch zivilrechtliche Klagen im Zuge von EU-Kartellverfahren kosteten mit 143 Millionen Euro viel Geld. Unter dem Strich sackte der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn um über die Hälfte auf 225 Millionen Euro ab.

Nach wie vor macht das US-Geschäft nach dem Nachfrageeinbruch infolge der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump Probleme, die US-Marke International fuhr im Tagesgeschäft rote Zahlen ein. Die Bestellungen waren auf dem wichtigen Markt im vergangenen Jahr abgerutscht. In den ersten drei Monaten zogen sie nun in den USA und Kanada auf 17.203 Lkw an, was mehr als doppelt so viel war wie ein Jahr zuvor./men/jha/stk

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