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ROUNDUP/G7-Gipfel: Sorge um KI-Abhängigkeit von den USA wächst

2026-06-17T18:46:43+02:00

ÉVIAN (dpa-AFX) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eine bessere Regulierung Künstlicher Intelligenz (KI) gefordert, um negative Auswirkungen auf demokratische Gesellschaften zu verhindern. "Wir alle wollen die Chancen, die Produktivität, die Veränderungen und die Verbesserungen in den Bereichen Gesundheit und Digitalisierung nutzen, die die KI mit sich bringen kann", sagte Macron zum Abschluss des G7-Gipfels in Évian. "Aber niemand kann mehr die Auswirkungen der KI auf unsere Demokratien und unsere Gesellschaften ignorieren." Deshalb dränge sich die Notwendigkeit einer Regulierung auf, die auf internationaler Ebene erfolgen müsse.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Blockade von Top-Software mit Künstlicher Intelligenz durch das US-Unternehmen Anthropic, die die US-Regierung angeordnet hatte, forderte Macron einen Schulterschluss demokratischer Länder.

Nötig sei eine bessere Regulierung entsprechender KI-Anwendungen "um zu verhindern, dass sie in die Hände autoritärer Regime oder von Personen fallen, die unsere Cybersicherheit oder unsere Gesellschaften gefährden könnten". In den nächsten Monaten wollten einige Demokratien mit dem Aufbau einer Kooperationsplattform beginnen, um gemeinsame Standards auch im Bereich der Cybersicherheit festzulegen.

Anthropic-Blockade befeuert Sorge vor Abhängigkeit von USA

Die Blockade der Software durch die US-Regierung hatte in der deutschen Digitalbranche und in anderen europäischen Ländern Sorgen vor einer Abhängigkeit Europas von Technik aus den USA verstärkt. Im Streit um die Nutzung und den Zugriff auf moderne KI hatten die Industrieländer auf dem G7-Gipfel versucht, die wachsende Kluft zu den USA zu überbrücken und über gemeinsame Prinzipien zum Zugriff aller Länder auf die Technik diskutiert, ohne sich auf eine gemeinsame Erklärung zu verständigen.

Für einen Schulterschluss der USA und Europa beim Thema KI warb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. "Die KI entwickelt sich exponentiell. Sie ist die wichtigste Technologie unserer Zeit. Sie birgt ein immenses Potenzial, aber auch Risiken für freie, demokratische Gesellschaften", sagte von der Leyen. "Ich bin der Ansicht, dass Europa und die USA im Bereich der KI zusammenarbeiten sollten."

Von der Leyen fordert Führungsrolle für EU und USA

Gemeinsam verfüge man über sich ergänzende Stärken, gemeinsame Sicherheitsinteressen und eine gemeinsame Verantwortung, eine Führungsrolle zu übernehmen. Gemein sollten die USA und Europa die Einführung moderner KI-Techniken überall beschleunigen, von der Industrie bis zum Gesundheitswesen, und sicherstellen, dass die leistungsstärksten Modelle vertrauenswürdig und sicher seien, sagte die Kommissionspräsidentin. Mit den USA müsse darüber geredet werden, damit das Potenzial dieser neuen Technologien wirklich allen Ländern zur Verfügung stehe, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)./evs/DP/men

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Quelle: DFA/DPA. Diese Nachricht wurde vollständig von einer dritten Partei bereitgestellt und veröffentlicht. ING ist daran weder beteiligt noch hat ING Einfluss auf die veröffentlichten Informationen. Mehr dazu finden Sie im disclaimer.