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Aktien Wien Schluss: ATX legt zu

2026-06-22T18:22:40+02:00

WIEN (dpa-AFX) - Der Wiener Aktienmarkt hat sich zum Wochenanfang mit Gewinnen gezeigt. Der ATX <AT0000999982> stieg am Montag zum Handelsschluss um 1,03 Prozent auf 6.594,82 Punkte. Der Leitindex wurde einmal mehr von der AT&S <AT0000969985>-Aktie gestützt. Der ATX Prime legte um 0,91 Prozent auf 3.241,86 Zähler zu. Auch das europäische Umfeld zeigte sich nach der Einigung auf einen Fahrplan zwischen den USA und dem Iran größtenteils mit Gewinnen.

Nach dem Ende der ersten Verhandlungsrunde mit dem Iran in der Schweiz hat US-Vizepräsident JD Vance eine positive Bilanz gezogen. "Wir haben eine sehr gute Grundlage für eine erfolgreiche endgültige Einigung geschaffen", sagte er im Schweizer Luxusresort Bürgenstock, wo die Gespräche stattgefunden hatten. Die Schweizer Regierung kündigte die unverzügliche Aufnahme technischer Gespräche, die die ganze Woche weitergehen sollen, an. Zudem erteilte das US-Finanzministerium eine vorübergehende Generallizenz für iranische Ölprodukte. Diese beinhalte die Produktion, die Lieferung und den Verkauf von Rohöl sowie petrochemischen Produkten und Erdölprodukten iranischen Ursprungs bis zum 21. August.

Unternehmensseitig gab es im Verlauf keine Impulse. Die AT&S-Aktien profitierten weiter von der enormen Nachfrage in der Halbleiterbranche und setzten ihre Rekordjagd mit einem Plus von fast sechs Prozent fort. Dazu trug auch die Nachricht bei, dass der weltweit zweitgrößte Speicherchip-Hersteller SK Hynix zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen Südkoreas aufgestiegen ist und damit Samsung <KR7005930003> überholt hat.

Voestalpine <AT0000937503> stiegen um 2,88 Prozent. Strabag <AT000000STR1> gewannen 2,42 Prozent. Beide Werte waren am Freitag noch deutlich nach unten gegangen.

Die Bundesregierung stellt der österreichischen Luftfahrtbranche im Rahmen des Doppelbudgets 2027/2028 jährlich 30 Millionen Euro bereit. Das Geld soll den Sektor angesichts geopolitischer Unsicherheiten stützen, teilte das Verkehrsministerium gegenüber der APA mit. Wie die Mittel konkret eingesetzt werden, steht aber noch nicht fest. Entschieden werden soll bis Ende September. Der Flugzeugzulieferer FACC legte im prime market um 1,33 Prozent zu.

Gewinnmitnahmen setzten die Aktien von Lenzing unter Druck. Die Werte verloren mehr als fünf Prozent. Lenzing war nach einem positiven Anlagevotum ("Buy" statt "Hold") der Berenberg Bank am vergangenen Mittwoch um mehr als 14 Prozent gestiegen.

Zumtobel <AT0000837307> gaben ium 3,69 Prozent nach. Telekom Austria <AT0000720008> büßte so wie Polytec mehr als zwei Prozent ein./rst/ste/APA/jha

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