AKTIE IM FOKUS 2: Kion dank Analystenlob weniger stark im Minus als der MDax
(neu: Schlusskurse)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kion-Aktie <DE000KGX8881> hat am Dienstag nicht nachhaltig von einer optimistischen Einschätzung der US-Bank Morgan Stanley profitiert. Nachdem das Papier des Gabelstaplerherstellers und Lagertechnikspezialisten zunächst seinen Ende Juni gestarteten Erholungslauf fortgesetzt hatte und auf den höchsten Stand seit Mitte Mai gesprungen war, geriet es in den Sog des schwachen Gesamtmarktes.
Zum Handelsschluss stand ein Minus von mehr als ein Prozent auf 43,30 Euro zu Buche. Damit schlugen sich die Aktien aber noch besser als der MDax <DE0008467416>, der zwei Prozent einbüßte.
Zwischenzeitlich hatte die Kion-Aktie - nach den zuletzt übersprungenen charttechnischen Widerständen in Form der 21- und der 50-Tage-Durchschnittslinien - auch die 90-Tage-Linie bei um die 44,45 Euro überwunden. Sie ist ein wichtiger Indikator für den mittelfristigen Trend.
Analyst Max Yates hatte das Kursziel für die Kion-Aktie von 48 auf 62 Euro erhöht und das Papier von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft. Demnach erwartet Morgan Stanley eine überdurchschnittliche Gesamtrendite der Aktie im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Werten derselben Branche. Zugrunde gelegt wird ein Zeitraum zwischen 12 und 18 Monaten.
Yates sieht Potenzial für eine Neubewertung und wies darauf hin, dass der Einstiegszeitpunkt derzeit attraktiv sei. Angesichts des Kursrückgangs um etwas mehr als ein Drittel seit Jahresbeginn sowie auch der unterdurchschnittlichen Wertentwicklung im Vergleich zur Industriegüter-Branche scheine die Aktie einen negativeren Ergebnisausblick einzupreisen, als er selbst erwarte, schrieb er.
Kion hat ihm zufolge frühzeitig auf physische Künstliche Intelligenz (KI) gesetzt. Und auch wenn es derzeit noch zu früh sei, um Auswirkungen auf Umsatz oder Marge zu erkennen, schaffe dies "wertvolle zusätzliche Optionen".
Yates wies zudem darauf hin, dass in seinem optimistischsten Szenario (Bull-Case) ein Aufwärtspotenzial von 105 Prozent winke, während das Abwärtsrisiko im schlimmsten Fall (Bear-Case) bei 20 Prozent liege.
Mit seinem neuen Ziel sieht der Morgan-Stanley-Analyst, bezogen auf den Schlusskurs, nun ein Potenzial von gut 43 Prozent. Das höchste Kursziel unter den rund 20 von Bloomberg erfassten Analysehäusern hat die US-Bank JPMorgan mit 76 Euro./la/he