Devisen: Eurokurs gibt im US-Handel weiter nach
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Freitag im US-Handel weiter nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung kostete rund eine Stunde vor dem Börsenschluss an der Wall Street 1,1368 US-Dollar. Am Morgen in Frankfurt hatte sie noch kurzzeitig über 1,14 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1377 (Donnerstag: 1,1392) Dollar fest.
Die Verschärfung im Krieg zwischen den USA und dem Iran samt deutlich gestiegener Ölpreise hatte dem Dollar am Vortag als sicheren Hafen Auftrieb verliehen und den Euro unter 1,14 Dollar gedrückt.
So hatte das Eingreifen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz aus dem Jemen im Nahost-Konflikt die Ölpreise weiter hochgetrieben. Eine Entspannung ist nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump versucht im Konflikt um die Straße von Hormus, den Druck auf den Iran zu erhöhen. Während er das US-Militär in der nunmehr 13. Nacht in Folge Ziele in dem Land bombardieren ließ, kündigte Trump an, Schäden an Schiffen und Frachtgut würden von den USA ab sofort mit iranischem Geld beglichen.
Die leichte Entspannung am Ölmarkt und besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone gaben dem Euro keinen nachhaltigen Auftrieb. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für die Eurozone legte stärker zu als von Volkswirten erwartet. Er signalisiert jetzt auch wieder wirtschaftliches Wachstum. Angesichts der zuletzt erneut stark gestiegenen Rohölpreise sehen Ökonomen allerdings nun erneut Risiken für die künftige Entwicklung.
"Aufgrund der zwischenzeitlichen Öffnung der Straße von Hormus haben viele Unternehmen sicherlich darauf gesetzt, dass sich die Lage schnell stabilisiert", kommentierte Volkswirt Vincent Stamer von der Commerzbank. Dabei verwies er auf den Zeitraum der Datenerhebung, und dass viele Befragte die jüngsten Ölpreissprünge noch nicht berücksichtigt haben könnten./ck/he