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Weniger Krisen-Kosten: Gewinn von VW-Tochter Porsche stabilisiert sich

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Gewinn des Sport- und Geländewagenbauers Porsche AG <DE000PAG9113> hat sich in der ersten Jahreshälfte stabilisiert. Das Ergebnis nach Steuern lag von Januar bis Juni bei 1,07 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das ist fast die Hälfte mehr als im ersten Halbjahr 2025. Gründe seien unter anderem das konsequente Management von Kosten und Preisen. Porsche bestätigte zugleich seine Jahresprognose.

Aufatmen dürfte in Zuffenhausen aber noch niemand: Die Zuwächse gehen zu einem großen Teil auf den Wegfall von Sonderkosten - unter anderem für die Strategiekorrektur bei E-Autos und den Konzernumbau - zurück. In Summe waren das im ersten Halbjahr 2025 rund 800 Millionen Euro. Unter anderem deshalb war das Konzernergebnis damals von 2,15 Milliarden auf gut 718 Millionen Euro abgesackt (minus 71 Prozent).

Im ersten Halbjahr 2026 lagen die Kosten für die strategische Neuaufstellung der VW <DE0007664039>-Tochter den Angaben nach bei rund 400 Millionen Euro. Diese seien aber großteils durch Verhandlungen mit Lieferanten kompensiert worden. "Diese ermöglichten Auflösungen von im Vorjahr im Kontext der Anpassung der Produktstrategie gebildeten Rückstellungen in Höhe von rund 300 Millionen Euro". Übrig blieb eine Belastung von rund 100 Millionen Euro. Das heißt: Ohne die aufgelösten Rücklagen stünde Porsche nicht viel besser da als im Vorjahr.

Die Sonderkosten für den neuen Stellenabbau von 5.000 Jobs dürften laut Management in diesem und dem kommenden Jahr jeweils einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag erreichen. Langfristig sieht Finanzchef Jochen Breckner das jährliche Einsparpotenzial im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, wie er in einer Analystenkonferenz sagte. Erste Netto-Einspareffekte seien aber erst 2028 zu erwarten.

Finanzvorstand: Zahlen im Rahmen der Erwartung

Der Umsatz der Zuffenhausener sank im ersten Halbjahr um gut fünf Prozent auf rund 17,23 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg hingegen um ein Drittel auf fast 1,35 Milliarden Euro. Die Zahlen zum operativen Geschäft waren bereits Ende vergangener Woche von der Konzernmutter Volkswagen <DE0007664039> veröffentlicht worden. Porsche steckt aktuell in seiner schwersten Krise seit Jahren. Hauptursachen sind das enorm schwache China-Geschäft, die US-Zollpolitik und die niedrige Nachfrage nach Elektromodellen.

Die Zahlen lagen Breckner zufolge im Rahmen der Erwartungen. "Unser konsequentes Kostenmanagement und unsere Value-over-Volume-Strategie zeigen erste positive Effekte, deshalb bestätigen wir trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds unsere Jahresprognose."/jwe/DP/men

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