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Es gibt wieder Sprit für Autofahrer auf der Krim

SIMFEROPOL/SEWASTOPOL (dpa-AFX) - Nach wochenlangen Treibstoffengpässen hat sich die Versorgungslage auf der bereits seit 2014 von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim wieder gebessert. Die Besatzungsbehörden stellten Karten bereit, die Dutzende Tankstellen auf der Halbinsel mit verfügbarem Benzin und Diesel zeigen. In der größten Stadt Sewastopol geben Tankstellen - je nach Kraftstoffart - aber weiter nur maximal 20 oder 40 Liter an die Autofahrer ab. Mehrere Sorten waren zudem nur mit Bezugsscheinen erhältlich. Die Preise sind dabei Medienberichten zufolge dreimal so hoch wie in Moskau.

Bürger dürfen für den Betrieb von Stromgeneratoren dabei auch wieder Benzin in Kanister füllen. Vor allem im Norden und Westen der Halbinsel gibt es stundenlange Stromausfälle, welche die Einwohner mit Notstromern und großen Batterien überbrücken. Auch Wasser wird durch den Ausfall der Wasserpumpen nur stundenweise bereitgestellt.

Benzin und Diesel wochenlang nur gegen Bezugsscheine

Ende Mai führten die von Moskau auf der Krim eingesetzten Behörden Beschränkungen beim Verkauf von Benzin und Diesel ein. Tagelang gab es Kraftstoff nur für staatliche Stellen oder gegen spezielle Bezugsscheine. Auch viele Regionen Russlands limitierten den Verkauf. Die russische Regierung reagierte mit Exportverboten für Benzin und Diesel. Das Verbot für die Ausfuhr von Benzin wurde nun bis Ende Januar 2027 verlängert.

Ursache sind ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und bei der Krim vor allem auf die Transportrouten durch die besetzten Teile der Südukraine. Einer Einschätzung der Zeitschrift "Osteuropa" zufolge standen die russischen Besatzungstruppen kurz vor einem logistischen Kollaps. Jedoch habe Russland die Situation wieder stabilisieren können, da die militärische Führung in Kiew ihre Angriffe auf "zu viele verschiedene Ziele verteilt" habe.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine russische Invasion./ast/DP/mis

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