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Devisen: Euro von robusten US-Daten belastet - Interventionen stützten den Yen

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> ist am Montag im US-Handel etwas unter Druck geblieben. Der Kurs fiel auf 1,1515 Dollar. Zuvor hatte er mit 1,1559 Dollar den höchsten Stand seit Mitte Juni erreicht. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1535 (Freitag: 1,1485) Dollar fest.

Der Euro litt etwas unter robusten US-Konjunkturdaten. Die Stimmung in der Industrie hatte sich im Juli unerwartet deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg stärker als erwartet. Er befinde sich klar in der Wachstumszone und auf dem höchsten Stand seit 2022, was auf die solide Verfassung der US-Konjunktur hinweise, kommentierte Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und fuhr fort. "Die Zahlen dürften die Zinserhöhungserwartungen tendenziell forcieren, zumal ein Schritt im September nicht mehr vollständig eingepreist ist." Die US-Notenbank Fed hatte auf ihrer jüngsten Sitzung die Leitzinsen stabil gehalten und keine Erhöhungen signalisiert.

Der japanische Yen legte zu allen anderen wichtigen Währungen zu. Japan hat erstmals seit Jahrzehnten gemeinsam mit den USA am Devisenmarkt interveniert, um den schwächelnden Yen zu stützen. Finanzministerin Satsuki Katayama bestätigte, dass man in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten Yen gekauft habe, um "übermäßige Volatilität und ungeordnete Bewegungen" der japanischen Landeswährung einzudämmen. Die Regierung in Tokio stehe weiterhin in engem Austausch mit den USA und werde bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen.

"Die gemeinsamen Interventionen Japans und der USA am Devisenmarkt sind eine taktische Maßnahme", schrieb Analyst Tobias Basse von der Landesbank NordLB. Sie verschafften der Notenbank in Tokio vor allem zusätzliche Zeit, um die Geldpolitik ohne zu große unerwünschte Nebenwirkungen nach und nach weniger expansiv auszurichten. Die Bank of Japan wird Basse zufolge nun aber auch handeln müssen. Eine baldige Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte werde immer wahrscheinlicher./la/he

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