AKTIE IM FOKUS 2: FMC sehr schwach - Enttäuschung über Behandlungszahlen in USA
(neu: Kurs aktualisiert, Details.)
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von FMC <DE0005785802> sind am Dienstag trotz guter Quartalszahlen des Dialysespezialisten auf den tiefsten Stand seit einem Monat abgesackt. An der Börse überwogen die Sorgen über enttäuschende Behandlungszahlen in den USA.
Die Papiere unterschritten die kurzfristigen Trendlinien und näherten sich der 200-Tage-Linie, die als Indikator für den längerfristigen Trend angesehen wird. Zuletzt notierten die Papiere 7,7 Prozent im Minus bei 41,93 Euro und waren zweitschwächster Wert im Dax <DE0008469008>.
Der Kursgewinn seit Jahresbeginn schmolz damit auf rund zwei Prozent zusammen. Von den früheren Höchstständen ist die Aktie ohnehin weit entfernt: 2018 kostete sie zeitweise fast 94 Euro, ehe eine Serie von Gewinnwarnungen den Kurs bis Oktober 2022 auf rund 26 Euro drückte. Erst mit dem Spar- und Umbauprogramm setzte die Erholung ein.
Im zweiten Quartal verdiente FMC dank des Sparprogramms, höherer Vergütungen und einer Sondererstattung in den USA überraschend viel. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis legte währungsbereinigt um 23 Prozent zu. Die Jahresziele bestätigte das Unternehmen.
Das zweite Quartal sei zwar überraschend stark ausgefallen, doch habe FMC erheblich von den befristeten US-Vergütungsregeln für neue Dialysemedikamente (TDAPA) profitiert, schrieb UBS-Analyst Graham Doyle. Enttäuschend seien zudem die Behandlungszahlen in den USA gewesen.
JPMorgan-Experte David Adlington sieht den Überraschungseffekt vor allem darin, dass der Markt den Zeitpunkt der TDAPA-Erstattungen falsch eingeschätzt habe. Nach der bestätigten Jahresprognose dürften nun die durchschnittlichen Analystenschätzungen für das zweite Halbjahr sinken./edh/tav/men
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