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ROUNDUP: Deutsche Telekom verdient operativ mehr - mehr Aktienrückkäufe

BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom <DE0005557508> hat im zweiten Quartal weiter vom Wachstum der US-Tochter T-Mobile US <US8725901040> profitiert. Sie hob nun ihren Ausblick für den Barmittelfluss für das Gesamtjahr leicht an. Zudem weitet der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm deutlich aus. Bei den Anlegern kam das gut an.

Für die Aktie ging es zuletzt um 5,5 Prozent auf 28,94 Euro nach oben. Damit notiert sie an der Spitze im Leitindex Dax <DE0008469008>. Seit Jahresbeginn haben die Papiere fast fünf Prozent an Wert gewonnen.

Analyst Akhil Dattani von der US-Bank JPMorgan verwies darauf, dass die Deutsche Telekom die Erwartungen moderat übertroffen habe, nehme man das US-Geschäft aus der Betrachtung heraus. Rechne man T-Mobile US hinzu, dann liege der Nettogewinn um sechs Prozent über der Markterwartung und der freie Mittelzufluss um drei Prozent darüber.

Beim freien Mittelzufluss (Free Cashflow AL) erwartet Konzern-Chef Tim Höttges für 2026 nun rund 20 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Bonn mitteilte. Zuvor hatte die Prognose für diesen Wert bei mehr als 19,8 Milliarden Euro gelegen. Grund ist, dass die US-Tochter ihre Prognose zuvor auch leicht angehoben hatte. Beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda AL) erwartet die Telekom auf Basis konstanter Wechselkurse weiter rund 47,5 Milliarden Euro angepeilt.

Im laufenden Jahr wollen die Bonner zudem wegen des zuletzt schwachen Aktienkurses deutlich mehr eigene Anteile am Markt zurückkaufen als bislang geplant. Das Aktienrückkauf-Programm werde um 3 auf 5 Milliarden Euro aufgestockt, teilte die Telekom in einer separaten Mitteilung mit. Im bisherigen Jahresverlauf hat der Konzern eigene Aktien für rund 1,2 Milliarden Euro zurückgekauft.

Im zweiten Quartal verbesserte sich der Umsatz des Konzerns um etwas mehr als vier Prozent auf rund 29,9 Milliarden Euro. Dies liegt auch im Rahmen der Markterwartungen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda AL) kletterte um 7,5 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro. Experten hatten hier einen Tick weniger erwartet.

Unter dem Strich verdiente der Konzern mit rund 2,5 Milliarden Euro aber rund sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptgrund für den Gewinnrückgang waren Integrationskosten für einen Zukauf bei der US-Tochter.

Die Deutsche Telekom macht mittlerweile den größten Teil ihrer Umsätze im Ausland, vor allem in den USA. T-Mobile US hatte bereits vor zwei Wochen ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt und dabei unter dem Strich mehr neue Vertragskunden hinzugewonnen als erwartet. Mit Blick auf das laufende Jahr zeigten sich die Amerikaner denn auch beim freien Barmittelfluss etwas optimistischer als zuvor.

Auf dem deutschen Heimatmarkt stieg der Umsatz der Telekom im Quartal um 3,5 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Beim bereinigten operativen Ergebnis verzeichnete sie einen Anstieg um 2,6 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro.

Der Konzern profitierte dabei auch von der Fußball-Weltmeisterschaft. So wurden rund eine Million neue TV-Kunden gewonnen. Im Mobilfunk-Geschäft stieg die Zahl der Vertragskunden um 218.000 und damit mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Nutzer eines Glasfaser-Anschlusses (FTTH) erhöhte sich um 161.000, während die Zahl der Breitbandkunden rückläufig war./err/lew/mis

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