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AKTIE IM FOKUS: Salzgitter schwach - Im Zahlenwerk enttäuschen Details

FRANKFURT (dpa-AFX) - Den detaillierten Quartalsbericht von Salzgitter <DE0006202005> haben Anleger am Dienstag mit Missmut aufgenommen. Moniert wurde vor allem das operative Ergebnis in der Stahlsparte, aber auch der Barmittelzufluss und der ausgewiesene Verlust des Stahlherstellers.

Um die Mittagszeit gab die Aktie im moderat schwächeren MDax <DE0008467416> um 2,4 Prozent auf 51,25 Euro nach und zählte damit zu den Schlusslichtern im Index der 50 mittelgroßen Werte unterhalb des Dax <DE0008469008>. Nachdem in der vergangenen Woche wichtige kurz- und mittelfristige Trendlinien unterschritten wurden, könnten charttechnisch betrachtet noch weitere Kursverluste drohen, bis hin zur stützenden 200-Tage-Linie bei aktuell rund 46,50 Euro.

Analyst Dominic O'Kane von JPMorgan verwies darauf, dass Eckdaten bereits am 17. Juli bekannt gegeben und dabei auch die Prognosespanne für den operativen Jahresgewinn (Ebitda) angehoben worden war. Das deute zwar auf Aufwärtspotenzial im Vergleich zu seiner Jahresschätzung hin, doch maßgeblich sei das bessere Ergebnis von den Geschäftsbereichen Technologie und Handel getragen worden.

Der operative Gewinn der Sparte Stahlfertigung indes habe aufgrund höherer Kosten unter seiner Prognose gelegen. Zudem sei auch die Nettoverschuldung höher als von ihm angenommen, weil das Unternehmen entgegen seiner Erwartung Betriebskapital aufgebaut habe, schrieb O'Kane.

Das monierte auch Citigroup-Analst Krishan Agarwal, denn dadurch habe auch der Cashflow enttäuscht. Zudem schrieb er: "Der operative Cashflow war mit minus 18 Millionen Euro negativ, während die Investitionsausgaben von 138 Millionen Euro im ersten Quartal auf 193 Millionen Euro im zweiten anstiegen." Die Nettoverschuldung habe sich im Vergleich zum Vorquartal zudem ebenfalls erhöht.

Obendrein wies Agarwal darauf hin, dass die Stahlauslieferungen im zweiten Quartal von Salzgitter im Vergleich zum Vorquartal um 4 Prozent zurückgegangen seien, "während europäische Wettbewerber stabile oder steigende Absatzmengen meldeten"./ck/bek/stk

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Quelle: DFA/DPA. Diese Nachricht wurde vollständig von einer dritten Partei bereitgestellt und veröffentlicht. ING ist daran weder beteiligt noch hat ING Einfluss auf die veröffentlichten Informationen. Mehr dazu finden Sie im disclaimer.