Meine watchlist

Ukraine meldet Tote und Verletzte nach russischen Attacken

KIEW (dpa-AFX) - Bei neuen russischen Luftangriffen in der Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens 3 Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Allein in der südlichen Industriestadt Krywyj Rih gab es nach einer Attacke mit ballistischen Raketen 2 Tote und 14 Verletzte, wie Selenskyj, der von dort stammt, bei Telegram mitteilte. Ein Mensch sei auch in Sumy im Nordosten des Landes getötet worden. In der Hauptstadt Kiew und Umgebung seien sechs Menschen verletzt worden bei den russischen Angriffen.

"Die Rettungsdienste sind an den Orten der morgendlichen und nächtlichen russischen Angriffe im Einsatz", sagte Selenskyj. In Kiew seien die Brände zügig gelöscht worden. Getroffen wurde in der ukrainischen Hauptstadt auch ein Büchermarkt. "Überall, wo die Russen mit ihren Raketen hinreichen, greifen sie die zivile Infrastruktur an", erklärte der Präsident. Er warnte vor einer weiteren Angriffswelle.

Selenskyj fordert vom Westen erneut Flugabwehrraketen

Russland feuerte in dieser Woche nach Darstellung Selenskyjs mehr als 1.550 Drohnen, fast 1.560 Bomben und 62 Raketen und Marschflugkörper auf das Land ab. Selenskyj rief die Verbündeten der Ukraine erneut auf, dem Land Flugabwehrraten zu liefern.

"Wenn nordkoreanische Raketen hier in Europa die Infrastruktur zerstören und Menschenleben fordern, darf nicht zugelassen werden, dass europäische Abfangraketen einfach in den Lagern liegen bleiben", sagte Selenskyj. Er hatte Russland zuletzt vorgeworfen, von Nordkorea gelieferte Raketen einzusetzen. "Russland muss gestoppt werden."

In dem seit viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verzeichneten Experten zuletzt eine zunehmende Eskalation der Gewalt. Beide Seiten setzen immer schnellere und weitreichendere Waffen ein. Bei den gegenseitigen Angriffen mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern sterben auch immer mehr Zivilisten. In Russland meldeten die Behörden nach massiven Drohnenangriffen vor allem in der Hauptstadtregion Moskau ebenfalls Opfer und schwere Schäden an der Infrastruktur./mau/DP/mis

Disclaimer

Quelle: DFA/DPA. Diese Nachricht wurde vollständig von einer dritten Partei bereitgestellt und veröffentlicht. ING ist daran weder beteiligt noch hat ING Einfluss auf die veröffentlichten Informationen. Mehr dazu finden Sie im disclaimer.