Aktien Asien: Überwiegend Verluste - Druck von der Anleiheseite
SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die Börsen im asiatisch-pazifischen Raum haben am Dienstag mehrheitlich nachgegeben. Vergleichsweise gut hielt sich der australische Markt. Hier stützten die Gewinne des Schwergewichts BHP Group <AU000000BHP4>.
Die Aktienbörsen reagierten damit auf steigende Renditen an den Anleihemärkten sowie die weiter anziehenden Ölpreise, nachdem ein erneuter Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus gemeldet worden war. Ein Schiff sei beim Auslaufen aus der Straße von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, teilte die britische Behörde UK Maritime Trade Operations mit. Es habe einen Schaden im Maschinenraum und einen verletzten Crewangehörigen gegeben. Die Hintergründe würden untersucht.
"Der neuerliche Ölpreisanstieg unterstreicht, dass eine friedliche Lösung zwischen dem Iran und den USA nach wie vor genauso wenig gefunden ist wie eine Antwort auf die Frage, wie mit dem Seeverkehr durch die Straße von Hormus in Zukunft verfahren werden soll", erläuterte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Die so entfachten Inflationssorgen belasteten auch über die Anleiheseite, wo die Renditen anzogen.
Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen zudem auf den Nachhall der enttäuschenden chinesischen Wirtschaftsdaten vom Vortag. "Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze und Investitionen entwickelten sich im Juli schlechter als erwartet", hieß es dazu von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). "Zwar stützen robuste Exporte weiterhin die Industrie, doch die hohe Abhängigkeit vom Außenhandel macht die Wirtschaft anfällig für Handelskonflikte und externe Schocks."
Vergleichsweise deutlich gaben japanische Aktien nach. Der Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> sank um 2,5 Prozent auf 67.460,73 Punkte. Die Marktstrategen der Deutschen Bank begründeten die Verluste auch mit Druck vom Anleihemarkt, wo die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen den höchsten Stand seit 1996 erreicht hätten.
Der südkoreanische Kospi lag nach der Feiertagspause zu Wochenbeginn ebenfalls im Minus. Mit 1,5 Prozent hielten sich die Abgaben des sonst so schwankungsfreudigen Marktes aber eher in Grenzen, nachdem sich US-Halbleiterwerte am Vortag vergleichsweise stabil präsentiert und damit der technolgielagestigen Börse gute Vorgaben geliefert hatten.
Vergleichsweise gut hielten sich die chinesischen Börsen. Der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen sank um 0,4 Prozent, während der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong wenig verändert tendierte. "Der Druck auf die Regierung, die Konjunktur stärker zu unterstützen, nimmt zu", stellten die Experten der LBBW angesichts der jüngsten Wirtschaftsdaten fest.
Der australische Leitindex S&P/ASX 200 <XC0006013624> zeigte sich mit nahezu unverändertem Niveau stabil. Er profitierte damit von den Gewinnen des Schwergewichts BHP. Steigende Preise vor allem für Kupfer und Eisenerz hatten den Gewinn des Bergbaukonzerns im Geschäftsjahr 2025/26 (bis Ende Juni) nach oben getrieben. Das Unternehmen hatte damit die Erwartungen übertroffen. Die Aktie näherte sich in der Folge ihren Rekordständen./mf/mis
Disclaimer
Quelle: DFA/DPA. Diese Nachricht wurde vollständig von einer dritten Partei bereitgestellt und veröffentlicht. ING ist daran weder beteiligt noch hat ING Einfluss auf die veröffentlichten Informationen. Mehr dazu finden Sie im disclaimer.