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Ölpreise geben etwas nach

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag etwas nachgegeben. Die Gewinne vom Vorabend wurden aber weitgehend gehalten. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Oktober wurde bei 87,81 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,46 Prozent weniger als am Vortag.

Der Ölmarkt ist verunsichert, da die Zukunft des Rohölkartells Organisation erdölexportierender Länder (Opec) infrage gestellt ist. Venezuela prüft einen Austritt aus der Opec, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Das Land ist ein Gründungsmitglied der Opec und verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Erdölreserven.

Nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate und angesichts von Anzeichen der Unzufriedenheit des Mitgliedsstaates Irak könnte dieser mögliche Schritt Zweifel daran schüren, ob die von Saudi-Arabien angeführte Gruppe weiterhin zusammenhalten und die Ölpreise beeinflussen kann.

Die Idee eines Austritts war demnach Thema in Gesprächen mit Vertretern der US-Regierung, eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Ein solcher Schritt würde den tiefgreifenden politischen Kurswechsel in Caracas unterstreichen, seit US-Präsident Donald Trump den langjährigen Machthaber Nicolás Maduro gestürzt und die Kontrolle über den venezolanischen Ölexport übernommen hat.

Der Preis für Brent hat seit Wochenbeginn um rund sechs Prozent nachgegeben Die Hoffnung auf eine Öffnung der Straße von Hormus hatte die Ölpreise belastet, nachdem der Iran und der Oman eine dauerhafte Route aushandeln wollen. "Bis dahin dürfte aber noch einige Zeit dauern, da sich bisher nicht abzeichnet, dass die USA zu den hierfür notwendigen Zugeständnissen bereit sind", kommentierte Norman Liebke, Rohstoffexperte bei der Commerzbank.

Die Ölexporte aus dem Persischen Golf haben sich nach Einschätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs auf rund zwei Drittel des Vorkriegsniveaus erholt. Damit haben sich die Folgen des Iran-Kriegs für die globalen Rohölpreise begrenzt. Die gesamten Ausfuhren von Rohöl und Ölprodukten aus der Region seien auf 15 bis 16 Millionen Barrel pro Tag gestiegen, schrieben die Goldman-Analysten in einer aktuellen Studie. Damit liegen die Lieferungen den Angaben zufolge zwar immer noch sieben bis acht Millionen Barrel unter dem Niveau aus der Zeit vor dem Konflikt, aber deutlich über dem Tief von fünf bis sechs Millionen Barrel pro Tag aus dem März./jsl/he

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Quelle: DFA/DPA. Diese Nachricht wurde vollständig von einer dritten Partei bereitgestellt und veröffentlicht. ING ist daran weder beteiligt noch hat ING Einfluss auf die veröffentlichten Informationen. Mehr dazu finden Sie im disclaimer.