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Wadephul nach Tunis: Wirtschaft und Sicherheit im Zentrum

BERLIN (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul will angesichts globaler Umbrüche und Instabilität die Zusammenarbeit mit Tunesien und Algerien im Wirtschafts- und Sicherheitsbereich verstärken. Mit beiden Ländern teile man das Ziel, die Sahel-Region nachhaltig zu stabilisieren, erklärte der CDU-Politiker vor der Abreise zu einem Besuch in den Hauptstädten Tunis und Algier. Auch eine Beruhigung der Lage im Nahen Osten und der Seewege der arabischen Halbinsel sei für die Versorgung und Sicherheit von größter Bedeutung.

Gerade bei der Energiezusammenarbeit könne man sich gegenseitig viel anbieten, um gemeinsam mehr Wachstum und Wohlstand zu schaffen, sagte Wadephul. "Gemeinsam können wir das Mittelmeer zu einem Raum der Stärke zwischen unseren Kontinenten machen", fügte er hinzu.

In Tunis wollte Wadephul seinen Kollegen Mohamed Nafti treffen. Geplant sind auch Gespräche mit Wirtschaftsvertretern und der Besuch eines Startup-Unternehmens. Der Minister wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Noch am Nachmittag wollte Wadephul nach Algerien weiterreisen. Dort sind Treffen mit Außenminister Ahmed Attaf und mit Wirtschaftsvertretern geplant. Der Minister soll auch von Präsident Abdelmadjid Tebboune empfangen werden.

Ausbau von Wirtschaftsbeziehungen im Mittelpunkt

Tunesien und Deutschland begehen in diesem Jahr den 70. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Deutschland ist für das Land laut Wadephul drittwichtigster Exportmarkt. Vor allem für die deutsche Autoindustrie seien widerstandsfähige Lieferbeziehungen zentral. Rund 7.500 junge Tunesierinnen und Tunesier studierten in Deutschland, tunesische Fachkräfte leisteten einen wertvollen Beitrag im deutschen Gesundheitssystem.

Algerien ist nach den Worten Wadephuls einer der wichtigsten Gaslieferanten für die EU. Als künftiger Lieferant mit riesigem Potenzial für die Produktion von grünem Wasserstoff werde die Bedeutung des Landes nochmals zunehmen. Erst im Juli hatten Deutschland und Algerien vereinbart, die Partnerschaft für die Energieversorgung nochmals deutlich zu vertiefen./bk/DP/zb

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