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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow gibt nach - Ölpreis steigt wieder

NEW YORK (dpa-AFX) - Die erneute Zuspitzung im Iran-Krieg hat den Dow Jones Industrial <US2605661048> am Montag belastet. Der Leitindex litt unter dem wieder steigenden Ölpreis und den damit verbundenen Inflationssorgen. Technologiewerte hingegen stabilisierten sich nach ihren Verlusten zum Wochenschluss.

Der Dow fiel um 0,70 Prozent auf 53.185,90 Punkte. Auf Monatssicht ergab sich gleichwohl wieder einmal ein Anstieg, und zwar um 1,34 Prozent.

Für den marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> ging es am Montag um 0,33 Prozent auf 7.686,14 Zähler nach unten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> legte um 0,08 Prozent auf 29.456,97 Punkte zu.

Zudem wirken die Inflationsaussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh vom Freitag noch nach. Dieser hatte auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole gewarnt, dass sich die Inflation nicht ausreichend abschwäche und die Notenbanker noch "Arbeit zu erledigen" hätten. Die "falkenhafte" Botschaft von Warsh habe eine weitere Zinserhöhung der Fed wieder fest auf die Tagesordnung gesetzt, schrieb Marktanalyst Hebe Chen von Vantage Global Prime.

Zu Wochenbeginn blickten die Anleger einmal mehr gen Nahost. Erstmals seit etwa einem Monat haben die US-Streitkräfte wieder Ziele im Iran angegriffen. Teheran reagierte umgehend mit Vergeltungsangriffen auf Stützpunkte des US-Militärs. Eine Verhandlungslösung für ein Ende des Iran-Kriegs dürfte durch die jüngsten gegenseitigen Angriffe erschwert werden, heißt es in einer Einschätzung vom Handelshaus Pepperstone.

Dementsprechend zog der Ölpreis an, was wiederum die Ölaktien an der Wall Street antrieb. So stiegen die Titel von Halliburton <US4062161017>, Chevron <US1667641005> und ExxonMobil <US30233Q1085> um 1,9 bis 2,7 Prozent.

Als klare Schlusslichter im S&P 500 knickten die Kurse von PG&E <US69331C1080> um gut 20 Prozent und die von Edison International <US2810201077> um mehr als 23 Prozent ein. Kalifornische Abgeordnete hatten einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Maßnahmen des Bundesstaates zur Bekämpfung von Waldbränden aktualisieren soll, jedoch keine Entlastung der börsennotierten Versorgungsunternehmen von der Haftung vorsieht. Dies löste eine Welle von Herabstufungen durch Analysten aus.

Am Dow-Ende büßten die Anteilscheine von Amazon <US0231351067> 2,5 Prozent ein. Die US-Kartellbehörde und 22 US-Bundesstaaten hatten den Handels- und Technologiekonzern verklagt, da dieser Werbekunden angeblich jahrelang systematisch überhöhte Preise berechnet habe. Damit bestätigte sich ein entsprechender Bericht des "Wall Street Journal", der kurz vor Bekanntgabe der Nachricht veröffentlicht worden war und so die Papiere bereits unter Druck gesetzt hatte.

Im Nasdaq 100 setzten die Aktien des Elektroautobauers Tesla <US88160R1014> ihre jüngste Erholung schwungvoll fort. Am Ende stand ein Plus von 5,5 Prozent zu Buche.

Unter den weiteren Technologiewerten gewannen die Papiere von Gamestop <US36467W1099> fast drei Prozent. Der Videospielhändler erwartet er für das zweite Quartal einen Gewinnanstieg, der durch Kapitalgewinne aus seiner Beteiligung an dem Online-Marktplatz Ebay <US2786421030> gestützt wird./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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