ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Ölpreis belastet weiter - Meta-Rally an Nasdaq
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch weiter Federn gelassen. Vor allem die Standardwerte litten unter weiter gestiegenen Ölpreisen, die bei den Anlegern die Inflations- und Zinssorgen hochhalten. Der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> gab um 0,77 Prozent auf 52.380,66 Punkte nach, wodurch er sein niedrigstes Niveau seit Ende Juli erreichte. Für den breiter aufgestellten S&P 500 <US78378X1072> ging es um knapp ein halbes Prozent auf 7.636,36 Punkte bergab.
Wie schon am Vortag zeigte sich der Handel an der Nasdaq-Börse etwas robuster. Gute Nachrichten von Meta <US30303M1027>, die von der Einführung eines eigenen KI-Assistenten beflügelt wurden, konnten das Gesamtbild dort aber auch nicht eindeutig verbessern. Mit 29.421,55 Punkten lag der technologielastige Leitindex Nasdaq 100 <US6311011026> am Ende mit 0,29 Prozent im Minus.
Laut einem Händler positionierten sich die Anleger vorsichtig vor mehreren brisanten Ereignissen, die am Donnerstag und Freitag anstehen - darunter der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank, Preisdaten aus den USA sowie Quartalszahlen von Oracle <US68389X1054> und Adobe <US00724F1012> aus dem Softwaresektor.
Die Fantasie, dass Meta mit dem vorgestellten KI-Agenten "Muse" künftig auch ein stärkerer KI-Nutznießer werden könnte, ließ die Aktien um 6,6 Prozent hochschnellen. Meta sei gut positioniert, um damit Erfolge zu feiern, hieß es am Markt. Ein Experte von Mizuho Securities schrieb, Investoren wollten sehen, dass sich die KI-Investitionen lohnen. Dies sei jetzt ein Schritt in die richtige Richtung.
Die Muse-Vorstellung hielt auch den guten Lauf anderer KI-Werte aufrecht, denn Gewinner kamen vermehrt aus den Chip- und Speicherbereichen. Die Aktien von Firmen wie Marvell Technology <US5738741041>, AMD <US0079031078>, Sandisk <US80004C1018> oder Micron <US5951121038> legten zwischen 1,5 und 4,3 Prozent zu.
Abgesehen von Meta schlossen die großen Tech-Schwergewichte jedoch fast alle im Minus, was die Nasdaq im Gesamtbild belastete. Mehr als zwei Prozent verloren die Alphabet <US02079K3059>-Aktien, weil Meta in Konkurrenz zu dem KI-Agenten Gemini des Google-Mutterkonzerns geht. Auch der Apple <US0378331005>-Kurs ging etwas leichter aus dem Handel. Die Vorstellung eines auffaltbaren iPhones wurde hier nicht zum Kurstreiber.
Generell gefragt waren US-Ölwerte: Die Kurse von Chevron <US1667641005> und ExxonMobil <US30231G1022> legten bis zu 2,2 Prozent zu, weil ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November am Mittwoch erstmals seit Juli wieder mehr als 100 US-Dollar kostete. Anlass dazu gab, dass der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle der Straße von Hormus immer weiter eskaliert.
Unter den amerikanischen Nebenwerten gab es einige größere Kursausschläge nach unten. So sackten die Aktien der Tankstellen- und Mini-Markt-Kette Casey's <US1475281036> um mehr als 14 Prozent ab. Am Markt gab es kritische Stimmen zum Absatzvolumen, da nur höhere Kraftstoffmargen ein Gewinnwachstum ermöglicht hätten. Die Jahresprognosen wurden lediglich bestätigt.
Noch schlimmer erging es aber den Anlegern von ServiceTitan <US81764X1037> mit einem Kurseinbruch um 30 Prozent. Das Softwareunternehmen gab eine Umsatzprognose für das laufende Quartal ab, die die Anleger enttäuschte. In ersten Stimmen dazu hieß es, die Skalierung eines KI-Agenten verlangsame sich./tih/nas
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