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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Ölpreis-Entspannung mildert KI-Sorgen

NEW YORK (dpa-AFX) - Eine moderate Entspannung bei den Ölpreisen hat den US-Börsen am Montag etwas geholfen. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> verlor letztlich noch 0,82 Prozent auf 29.127,16 Punkte. Ihn belastete weiter die Sicherheitsdebatte über Künstliche Intelligenz (KI), welche vor allem die Halbleitertitel nach unten zog.

Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> dämmte mit 7.619,98 Punkten sein Minus auf 0,48 Prozent ein. Für den Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> ging es nach zeitweisen Gewinnen um 0,29 Prozent auf 52.421,20 Punkte nach unten.

Skeptisch zum Thema KI äußerten sich prominente Branchenvertreter. Nach dem Schock eigenständiger KI-Hacking-Attacken sei er besorgt, dass ein KI-Schwarm in sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden US-Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet etwa Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen.

Aufkommende Forderungen nach einer Regulierung der KI-Technologie hatten sich bereits in Asien negativ auf die Kurse ausgewirkt. Der technologielastige südkoreanische Kospi <KRD020020008> war abgesackt. Auch in Europa machten die Anleger eher einen Bogen um Technologietitel <EU0009658921>.

Derweil gaben die Ölpreise einen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder ab, nachdem Donald Trump mitgeteilt hatte, Russland und die Ukraine wollten auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. Der US-Präsident nannte auf seiner Plattform Truth Social keine weiteren Details. Sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj sprach von einem "nachdrücklichen Vorschlag". Die Ukraine sei allerdings bereit, diese Deeskalation zu unterstützen, wenn Russland seine Angriffe auf kritische Infrastruktur in der Ukraine einstelle. Moskau reagierte bisher nicht auf diese Ankündigung.

Am US-Aktienmarkt blieben die Halbleiterhersteller und -zulieferer am stärksten unter Druck. So verloren ARM Holdings <US0420682058>, Marvell Technology <US5738741041> und Applied Materials <US0382221051> zwischen 7,1 und 9,7 Prozent. Beim KI-Chip-Riesen Nvidia <US67066G1040> betrug der Kursrückgang 3,4 Prozent.

Experte Timothy Arcuri von der Bank UBS sprach von einem "neuen, erheblichen Risikofaktor", der in der Chipbranche die Aussichten trübe. Er glaubt zwar nicht an das Argument, dass es zu einer massiven, fundamentalen Verlangsamung der Bewegung kommen wird. Führende KI-Labore hätten schließlich erst kürzlich weitreichende neue Infrastruktur-Investitionen auf den Weg gebracht. Um die Erwartungen zu erfüllen, müsse man aber "von einem ausgesprochen positiven Szenario für den Infrastrukturausbau ausgehen".

Von den Sorgen wegen des Tempos der KI-Entwicklungen profitierten hingegen die Anteilsscheine von Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit. Die Aktien von Crowdstrike <US22788C1053>, Palo Alto <US6974351057> und Okta <US6792951054> gewannen zwischen 12 und 14 Prozent./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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