'FT': BASF streckt bei Evonik die Fühler aus
LONDON (dpa-AFX) - Mitten in einer tiefen Branchenkrise greift der Chemiekonzern BASF <DE000BASF111> laut einem Pressebericht nach dem Spezialchemiekonzern Evonik <DE000EVNK013>. Die Ludwigshafener seien hinsichtlich einer Übernahme auf die Essener und die RAG-Stiftung als ihren Großaktionär zugegangen, schrieb die Wirtschaftszeitung "Financial Times" ("FT") am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der weltgrößte Chemiekonzern wolle mit einem Kauf seinen regionalen Fußabdruck sowie seine Produktpalette ausbauen, unter anderem um im Wettbewerb mit chinesischen Anbietern stärker dazustehen, heißt es in dem Artikel. Ein Deal wäre angesichts Evoniks Marktkapitalisierung von mehr als 8 Milliarden Euro groß, hieß es in dem Bericht weiter. BASF-Aktien sackten am frühen Nachmittag um mehr als 3 Prozent ab, Evonik-Papiere zogen um elf Prozent an.
BASF, Evonik und die RAG-Stiftung wollten dem Blatt zufolge zu den Informationen keine Stellung nehmen. Die RAG-Stiftung hält laut Evonik-Webseite 43 Prozent an Evonik, ihre Stimme gilt als wegweisend für einen möglichen Zusammenschluss. Bereits zuvor in dieser Woche hatte das Fachmagazin "Dealreporter" über eine Annäherung zwischen den Konzernen berichtet.
Chemiekonzerne haben es derzeit angesichts stark anziehender Energiepreise infolge des Kriegs im Nahen Osten schwer, auch wenn es in einigen Fällen wegen Knappheiten ihrer Produkte eine Sonderkonjunktur gibt./men/jha/
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