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Bericht zum Beinahe-Flugunfall in München: Bremsen beim Start betätigt

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Beim Beinahe-Unglück eines Vietnam-Airlines-Flugzeugs in München wurden einer Untersuchung zufolge beim Startvorgang die Bremsen betätigt. Das geht aus einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig hervor. Die mit fast 290 Menschen besetzte Boeing <US0970231058> 787-9 war Mitte August am Münchner Flughafen über die Startbahn hinausgeschossen und konnte gerade noch abheben. Menschen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt.

Wieso der Flugkapitän während des Starts auf die Bremse trat, ist der Untersuchung zufolge noch unklar. In dem Zwischenbericht gehe es um eine reine Sachverhaltsdarstellung, erläuterte ein BFU-Sprecher. Eine Bewertung und Analyse der Unfallursache gebe es erst im Abschlussbericht, der voraussichtlich etwa ein Jahr nach dem Unfall vorliegen werde. Zuvor hatte der "Spiegel" über den BFU-Zwischenstand berichtet.

Schäden an Rumpf und Reifen

Dem Bericht der BFU zufolge hatte das Flugzeug am 15. August um 13.55 Uhr die Startfreigabe erhalten. Kurz darauf wurde der Startlauf aktiviert - und Sekunden danach die Bremspedale getreten und permanent gehalten. Kurz vor dem Abheben erhöhte der Copilot den Triebwerksschub manuell.

Die Folge war laut der BFU, dass das Flugzeug über die Startbahn hinausschoss, auf das Gras dahinter geriet und noch im letzten Moment abheben konnte. Heck und Fahrwerk kollidierten dabei mit 20 Lampen des Beleuchtungssystems an der Startbahn. Dabei wurde auch der Rumpf des Flugzeugs beschädigt. Nach der Landung wurden zudem Schäden an vier Reifen festgestellt.

Dem Bericht zufolge entschieden die Piloten, den Flug nach Vietnam abzubrechen. In Absprache mit der Flugsicherung ließ der Pilot Kerosin ab und flog zweimal mit ausgefahrenem Hauptfahrwerk am Flughafen vorbei, damit das Bodenpersonal eine Sichtprüfung vornehmen konnte. Danach erfolgte die Landung. Laut BFU kam es zu einer Rauchentwicklung am Hauptfahrwerk, ein Brand konnte aber nicht festgestellt werden./igl/DP/mis

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Quelle: DFA/DPA. Diese Nachricht wurde vollständig von einer dritten Partei bereitgestellt und veröffentlicht. ING ist daran weder beteiligt noch hat ING Einfluss auf die veröffentlichten Informationen. Mehr dazu finden Sie im disclaimer.