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Reiche sieht keinen Gasmangel in Deutschland im Winter

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht in diesem Winter trotz vergleichsweise niedriger Speicherstände keinen Gasmangel in Deutschland. "Stand heute liegt mehr Gas in den Speichern, als selbst im kältesten Jahr verbraucht wurde", sagte die CDU-Politikerin der "Süddeutschen Zeitung".

"Angesichts zunehmender Bedrohungen ist es aber sinnvoll, bildlich gesprochen, neben Gürtel auch Hosenträger vorzuhalten", sagte sie weiter. "Wir werden eine strategische Reserve für die Gasspeicher ausschreiben, die uns gegen unvorhergesehene Ereignisse absichert."

Die bundeseigenen Gasimporteure Uniper <DE000UNSE026> und Sefe hätten dem Ministerium mitgeteilt, dass sie mehr Gas einspeichern. "Dazu haben wir sie auch ermuntert", so Reiche. "Zusätzlich haben wir Langfristoptionen ausgeschrieben, um Gasmengen für den Winter abzusichern."

Weiter andauernde geopolitische Risiken

Reiche hatte Ende September auf die niedrigen Füllstände der Gasspeicher in Deutschland reagiert und die Gasversorgung stärker abgesichert. Sie wies das bundeseigene Energieunternehmen Sefe an, vermehrt Erdgas einzuspeichern. Der zentrale Grund für diesen Schritt liege in den weiter andauernden geopolitischen Risiken. Der Iran blockiert im Konflikt mit den USA den Verkehr der für den globalen Handel mit Öl und Gas wichtigen Straße von Hormus weitestgehend.

Die Füllstände der Gasspeicher liegen aktuell auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau von derzeit rund 59 Prozent. Das hat Sorgen über die Gasversorgung im Winter ausgelöst. Reiche wurde mit Vorwürfen konfrontiert, zu wenig für den Winter vorzusorgen. In einem Bericht des Wirtschaftsministeriums für eine Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses des Bundestags hieß es Mitte September, nach aktuellem Erkenntnisstand sei eine Gasmangellage im kommenden Winter nicht zu erwarten.

Reiche hatte bereits den Aufbau einer strategischen Gasreserve angekündigt, um Risiken abzufedern - zum Beispiel in Krisensituationen, in denen Energieflüsse nach Deutschland gestört sind./hoe/DP/zb

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