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Hamburger Hochbahn erwartet Mitte der 30er geringeren Fahrerbedarf

HAMBURG (dpa-AFX) - Hochbahn-Personalvorständin Saskia Heidenberger erwartet in Zukunft einen geringeren Fahrerbedarf wegen des autonomen Fahrens. "Ich schätze, dass das autonome Fahren Mitte der 2030er Jahre einen spürbaren Effekt auf den Personalbedarf haben wird", sagte Heidenberger im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Heidenberger plant nach eigener Aussage mit Arbeitnehmervertretern, wie die Transformation bewältigt wird. "Berufsbilder werden sich ändern, eventuell nicht mehr vorhanden sein, aber es werden auch neue entstehen."

Hochbahn testet autonome Busse

Die Hochbahn automatisiert nach und nach den Bus- und U-Bahn-Verkehr. Das städtische Verkehrsunternehmen testet derzeit als Teil des Projekts Alike autonom fahrende Busse des Anbieters Holon. Autonome Busse sollen 2028 für sogenannte Verstärkerfahrten genutzt werden, kündigte Heidenberger an.

Die Hochbahn plant zudem, die neue Linie U5 vollautomatisch ohne Fahrer zu betreiben. Nächstes Jahr soll der Probebetrieb auf dem ersten Abschnitt beginnen. 2029 sollen erste Fahrgäste die U5 nutzen können.

Die Hochbahn beschäftigte laut Geschäftsbericht zum Ende des vergangenen Jahres mehr als 7.100 Mitarbeiter. Darunter sind nach jüngeren Unternehmensangaben mehr als 3.000 Busfahrer. Zudem gibt es bei der Hochbahn rund 630 Vollzeitstellen für U-Bahn-Fahrer.

Investitionen in Elektrobusflotte

Hochbahn-Vorstandssprecher Jens-Günter Lang bewertet die Auswirkungen des autonomen Fahrens ähnlich wie Heidenberger: "Ich glaube, nennenswerte personelle Auswirkungen wird es erst in einer Dekade geben."

Die Hochbahn investiert seit 2020 in eine neue Elektrobusflotte, wie Lang berichtete. Die Busse hätten im Vergleich zu Dieselbussen eine längere Lebensdauer von 14 bis 16 Jahren. Die Hochbahn kann dem Vorstandssprecher zufolge Batteriesätze tauschen, wodurch die Busse länger eingesetzt werden können. "Mit der Anschaffung einer autonomen Elektrobusflotte können wir wirtschaftlich frühestens 2034 oder 2035 in großen Skalen beginnen."/lkm/DP/zb

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