Selenskyj kritisiert US-Deal zu russischem Diesel scharf
KIEW (dpa-AFX) - Eine zwischen den USA und Russland vereinbarte Aufhebung von Sanktionen für den Verkauf von russischem Diesel ist von der Ukraine stark kritisiert worden. "Die Erlaubnis für Russland, Erdölprodukte zu verkaufen, ist eine Investition in den Krieg (gegen die Ukraine), den man beenden und nicht verlängern muss", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Moskau werde mit weiterem "Terror und Gemeinheiten" danken.
Selenskyj erneuerte dabei die ukrainische Bereitschaft, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, wenn Russland im Gegenzug die Attacken auf ukrainische Energieanlagen einstellt. "Wir haben eben Amerika eine solche Vereinbarung vorgeschlagen und finden, dass die Kräfte der Vereinigten Staaten ausreichend sind, um einen derartigen Kompromiss zu erreichen", schrieb der Staatschef. Eine Abschwächung der Russland-Sanktionen sei ein Zeichen der "offensichtlichen Schwäche". Russland werde die USA noch weniger ernst nehmen.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einen Deal mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin verkündet. Demnach wird Russland mehrere Hunderttausend Tonnen Diesel auf den Weltmarkt bringen. Washington setzt dafür bis April 2027 vorübergehend ein Verbot für den Kauf von russischen Erdölprodukten aus. Aufgrund des Iran-Krieges waren die Treibstoffpreise weltweit massiv in die Höhe geschnellt./ast/DP/he
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