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Ölkonzerns BP verdient deutlich mehr - Ölpreise und Raffineriemargen treiben

LONDON (dpa-AFX) - Die hohen Ölpreise und stark gestiegene Raffineriemargen haben dem britischen Ölkonzerns BP <GB0007980591> im dritten Quartal einen Gewinnsprung beschert. In den drei Monaten bis Ende September schnellte der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn von 2,21 auf knapp 8,5 Milliarden US-Dollar (knapp 7,6 Mrd Euro), wie der britische Ölkonzern am Freitag in London mitteilte. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet. Mehr als die Hälfte des Gewinns stammte aus dem Raffinerie- und Handelsgeschäft. An der Börse legte die BP-Aktie knapp 2 Prozent zu.

"Wir leben in dynamischen Zeiten, in denen Volatilität und Störungen der Handelsströme weiterhin die Energiemärkte prägen", sagte Unternehmenschefin Meg O'Neill laut einer Mitteilung. Raffinerien arbeiteten nahezu an ihrer Kapazitätsgrenze, um Engpässe auszugleichen. Die Schifffahrt nehme andere und längere Routen in Anspruch, und die Freigabe von strategischen und kommerziellen Reserven trage dazu bei, Versorgungslücken zu überbrücken.

Sowohl der Iran-Krieg als auch die Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien haben das Öl- und Kraftstoffangebot verknappt. Der Ölpreis liegt bei über 100 Dollar je Barrel und Preise für Kraftstoffe sind noch stärker gestiegen. Davon profitieren Ölkonzerne, wie BP, Shell <GB00BP6MXD84> und Co. Anders als viele der Wettbewerber zuletzt kündigten die Briten aber keine weiteren Aktienrückkäufe an.

Unternehmenschefin Meg O'Neill steht erst seit April als erste Frau an der Spitze des Öl- und Gaskonzerns. Unter ihrer Regie senkt BP Kosten, verkauft Vermögenswerte und baut Schulden ab. Am 15. Dezember will die Managerin ein strategisches Update geben./mne/lew/jha/

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