Wärmepumpen-Hersteller begrüßen Heizungs-Einigung
BERLIN (dpa-AFX) - Von deutschen Wärmepumpen-Herstellern kommt Unterstützung für die Reform des Heizungsgesetzes. "Als Industrie begrüßen wir in erster Linie einmal die Einigung auf die Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz", sagte der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP), Kai Schiefelbein. Er ist auch Geschäftsführer beim Holzmindener Wärmepumpen-Hersteller Stiebel Eltron. Damit werde eine gewisse Planungssicherheit geschaffen.
Spahns Förderzusage zentral
"Wir sind vor den Eckpunkten zum Gebäudemodernisierungsgesetz davon ausgegangen, dass die Wärmepumpe der Wärmeerzeuger der Zukunft in Deutschland, in Europa sein wird. Und wir gehen heute unverändert davon aus", sagte Schiefelbein. Details habe man sich sicher anders gewünscht. Entscheidend sei aber, dass Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) zugesagt habe, dass die bestehende Förderung für den Heizungstausch bestehen bleiben soll. Spahn hatte am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin" gesagt: "Die Förderung wird so fortgesetzt, wie sie ist."
Das begrüßte auch BWP-Geschäftsführer Martin Sabel, der sich zurückhaltender äußerte und sich insgesamt mehr Unterstützung von der Politik wünscht. Die Wärmepumpe sei wie Solaranlagen und die Elektromobilität ein internationaler Megatrend, den man in Deutschland möglicherweise noch nicht richtig erkannt habe. Wichtig sei, dass Strom im Verhältnis zu Gas günstiger werde, um die Elektrisierung zu befördern.
Branche hofft auf bessere Bedingungen
Union und SPD wollen das von der Ampel und maßgeblich vom früheren Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vorangetriebene Gebäudeenergiegesetz grundlegend reformieren. Zentrale Vorgaben des "Heizungsgesetzes" sollen gekippt werden. Eckpunkte für eine Reform sehen vor, dass der Einbau von Gas- und Ölheizungen weiter möglich sein soll, wenn ab 2029 anteilig klimafreundliche Brennstoffe genutzt werden.
Schiefelbein warnte vor unfairer Konkurrenz aus China. Es brauche politische Unterstützung, um Wertschöpfung in Europa zu halten. Nötig seien unter anderem leichtere Genehmigungen und besserer Zugang zu Kapital. Es drohten eine "Deindustrialisierung von Europa und insbesondere auch von Deutschland"./hrz/DP/jha