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Technische Analyse

DAX - Kursrutsch!

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Lesezeit: ca. 4 Minuten
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Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: Bearish 70%

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Der Rekord hielt nur wenige Stunden. Am Donnerstagmorgen stieg der DAX bis auf 26.693 Punkte und damit erstmals über das bisherige Rekordhoch vom 28. August bei 26.618 Punkten. Danach drehte er jedoch und schloss im Xetra-Handel 0,43 Prozent tiefer bei 26.325 Punkten. Am Abend zog der Ausverkauf an der Wall Street den Index bis auf 26.099 Punkte nach unten, aus dem Handel ging er mit 26.134 Punkten. Im Chart steht damit eine Umkehrkerze direkt am Rekordhoch, die den Ausbruch vom Mittwoch vorerst wieder zunichtemacht. Der DAX ist in die Zone zwischen 25.900 und 26.300 Punkten zurückgefallen, der RSI(5) hat sich mit 56,46 aus dem überkauften Bereich gelöst. Wichtig wird nun die Unterkante dieser Zone, denn knapp darunter verläuft bei 25.917 Punkten auch der 10er-EMA. Hält diese Unterstützung, wäre der Rücksetzer eine Atempause, nach der ein neuer Anlauf über 26.300 Punkte in Richtung Rekordhoch möglich bleibt. Fällt der DAX dagegen unter 25.900 Punkte, rückt die Marke von 25.650 Punkten in den Blick, und ein größerer Rücklauf würde wahrscheinlicher.

An der Wall Street hat sich der Druck auf die Technologiewerte zu einem regelrechten Ausverkauf ausgeweitet. Der Nasdaq 100 brach um 6,36 Prozent auf 26.630 Punkte ein, der S&P 500 fiel um 4,36 Prozent auf 7.354 Punkte und der Dow Jones um 3,44 Prozent auf 51.523 Punkte. Damit hat der Dow den gesamten Gewinn vom Mittwoch wieder abgegeben, und die Technologiewerte an der Nasdaq notieren mehr als zehn Prozent unter ihrem Rekordhoch vom 6. Oktober. Auslöser war die Sorge, dass die Demokraten im Kongress und in mehreren Bundesstaaten den Bau von Rechenzentren bremsen und KI-Projekte verzögern könnten. Der Halbleiterindex der Börse in Philadelphia verlor mehr als zwölf Prozent. Die Aktien des Speicherchipherstellers Micron fielen um 17,5 Prozent, die des Chipkonzerns Nvidia um 9,3 Prozent und damit so stark wie seit Januar 2025 nicht mehr, und der Elektroautobauer Tesla gab um 10,8 Prozent nach. Der Volatilitätsindex VIX schoss auf 28,17 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit März. Eine Ausnahme war der Werbetechnikanbieter AppLovin, dessen Titel nach starken Zahlen um 31 Prozent zulegten. Die Bank of England (BoE) hat ihren Leitzins wie erwartet von 3,75 auf 4,00 Prozent angehoben und damit zum ersten Mal seit August 2023 erhöht. Alle Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses stimmten für eine Anhebung, eines wollte sogar auf 4,25 Prozent gehen. Die Notenbank begründet den Schritt mit den hohen Energiepreisen infolge des Kriegs zwischen den USA und dem Iran, die sich in Löhnen und Preisen festzusetzen drohen. Zum Wochenschluss richtet sich der Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht für Oktober, der um 14:30 Uhr veröffentlicht wird. Nach dem Ausverkauf vom Donnerstag dürfte er darüber entscheiden, ob sich die Lage an der Wall Street beruhigt. Zuvor kommen am Morgen die deutsche Industrieproduktion für September und am Vormittag die Einzelhandelsumsätze im Euroraum, um 16:00 Uhr folgt das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan. Historisch ist die Woche aus dem Rahmen gefallen, denn rund um die Zwischenwahlen legte der Dow Jones seit 1934 fast immer zu, diesmal liegt er einen Tag vor dem Ende des Fensters aber rund 1,6 Prozent im Minus. Das saisonal günstige Fenster für den DAX, das bis Mitte Dezember reicht, bleibt davon unberührt, setzt aber voraus, dass sich die Lage an den US-Börsen nicht weiter zuspitzt.

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Handelsmöglichkeiten

Der DAX geriet am Vortag kräftig unter Druck. Zuvor hieß es: „Bisher wird weiterhin ein neuer tieferer Rücklauf der US-Aktienindizes präferiert. Falls dies so eintritt, sollte auch der DAX nochmal vor Gegenwind stehen.“ Das hat gepasst.

Widerstände: 26.200 / 26.300 / 26.500 Punkte

Unterstützungen: 26.100 / 26.000 / 25.900 Punkte

Produktauswahl

Long: NB59FT und NB11LM

Short: NB6377 und NB7D9G

Weitere Informationen zum DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:
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