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Technische Analyse

DAX – Erholung nach Kursrutsch erwartet

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Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: DAX Bullish 60%

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Der DAX schloss am Freitag bei 24.441 Punkten und zeigt sich am heutigen Montag im frühen vorbörslichen Handel bei rund 24.380 Punkten. Nach dem Kursrutsch vom Freitag sollte sich der DAX zunächst fangen können und eine Erholung einleiten. In der Folge ist aber möglicherweise nochmal mit einem weiteren Kursrutsch zu rechnen, bevor dann der übergeordnete Aufwärtstrend wieder aufgenommen werden sollte. Ein langfristiger Trendwechsel von Long auf Short ist bisher noch nicht zu erwarten. Die Vorwoche endete mit einem Paukenschlag. Nach dem Broadcom-Schock am Mittwochabend weitete sich der Chip-Ausverkauf am Freitag zu einem breiten Tech-Crash aus. Die Nasdaq verlor 4,2% (minus 1.122 Punkte auf 25.709), der schlimmste Tag seit Oktober 2025. Der S&P 500 fiel um 2,6% auf 7.384, der Dow Jones um 1,4% auf 50.867. Marvell Technology und Micron brachen jeweils um 16% und 13% ein, Broadcom verlor weitere 7%. Zudem lieferte der US-Arbeitsmarktbericht für Mai ein deutlich stärkeres Ergebnis als erwartet. 172.000 neue Stellen (Konsens 85.000), dazu Aufwärtsrevisionen für März und April um zusammen 93.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,3%, die Stundenlöhne stiegen wie erwartet um 0,3% m/m und 3,4% y/y. Die Kombination aus KI-Ernüchterung und einem robusten Arbeitsmarkt begrub jede Hoffnung auf Zinssenkungen. Die Fed wird laut CME FedWatch bis Jahresende mindestens einmal die Zinsen erhöhen. Die deutschen Auftragseingänge für April fielen heute Morgen mit minus 3,8% m/m deutlich schlechter aus als die erwarteten minus 2,2%. Im Vormonat hatte es noch ein Plus von 4,5% (revidiert von +5,00%) gegeben. Die Revision nach unten bestätigt das Bild einer Industrie, die nach kurzen Lichtblicken sofort wieder in die Schwäche zurückfällt. Japans BIP für Q1 überraschte ebenfalls negativ mit nur +1,8% annualisiert (Prognose +2,1%), während der GDP-Preisindex mit +3,2% niedriger ausfiel als die prognostizierten 3,4%.

Geopolitisch hat der Irankrieg am Wochenende die 100-Tage-Marke überschritten. Die USA/Israel und der Iran tauschten erneut Schläge aus, nur Tage nach widersprüchlichen Signalen über den Status der Waffenstillstandsgespräche. Pakistanische Vermittler waren über das Wochenende in Teheran, um einen Durchbruch bei den festgefahrenen Verhandlungen zu erzielen. Trump deutete an, dass ein Fortschritt noch am Wochenende möglich sei, konkrete Ergebnisse blieben aber aus. Die Hisbollah lehnte den Waffenruhe-Plan für den Libanon weiterhin ab. Die Straße von Hormus bleibt faktisch blockiert. Am Rohstoffmarkt springt der Ölpreis erneut an. WTI steigt um 4,31% auf 94,44 Dollar, Brent um 4,58% auf 97,35. Die Wochenend-Eskalation im Irankonflikt treibt die Energiepreise wieder Richtung 100 Dollar. Diese Woche wird von drei Großereignissen dominiert. Am Donnerstag entscheidet die EZB über die Zinsen (14:15 Uhr). Der Markt preist eine 75-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung ein. Nach den Mai-Inflationsdaten von 3,2% y/y in der Eurozone und den kollabierten Services-PMIs steht die EZB vor einem Dilemma zwischen Inflationsbekämpfung und Rezessionsrisiko. Am Freitag startet der größte Börsengang der Geschichte. SpaceX geht an der Nasdaq unter dem Ticker SPCX an den Markt, mit einem Ausgabepreis von 135 Dollar und einer Bewertung von 1,77 Billionen Dollar. Das IPO-Volumen von 75 Milliarden Dollar übertrifft den bisherigen Rekord von Saudi Aramco um das 2,5-fache. S&P Global lehnte eine Schnellaufnahme in den S&P 500 ab, die Nasdaq beschleunigt dagegen die Aufnahme in den Nasdaq 100.

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Handelsmöglichkeiten

Der DAX befindet sich aktuell weiterhin in einer Korrektur im übergeordneten Aufwärtstrend. Der Tageshochbereich könnte sich am heutigen Tag im Bereich von 24.700 bis 24.800 Punkten befinden, der vermutete Tagestiefbereich liegt heute bei 24.150 bis 24.250 Punkten.

Widerstände: 24.900 / 25.000 / 25.300 Punkte

Unterstützungen: 24.800 / 24.650 / 24.400 Punkte

Produktauswahl

Long: NB130P und NB55LE

Short: NB2J7L und NB43QR

Weitere Informationen zum DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:
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