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Technische Analyse

DAX stürmt direkt hoch!

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Lesezeit: ca. 3 Minuten
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Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: Bearish 70%

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Die US-Zwischenwahlen haben den Märkten einen kräftigen Schub gegeben. Die Demokraten haben die Mehrheit sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat erobert, mit überraschenden Siegen in mehreren Bundesstaaten, die Präsident Donald Trump 2024 noch gewonnen hatte. Nach einem nervösen Start in Asien setzte sich an den Börsen rasch die Lesart durch, dass ein Kongress gegen das Weiße Haus große Gesetzesvorhaben bremst und die US-Außenpolitik weniger konfrontativ ausfallen dürfte. Trump gratulierte den Demokraten, kündigte aber zugleich an, notfalls alles mit seinem Veto zu blockieren. Am stärksten reagierte der Ölpreis, Brent fiel zeitweise um rund zehn Dollar und erstmals seit Wochen unter die Marke von 100 Dollar je Barrel, weil Anleger auf ein Ende der Spannungen mit dem Iran setzen. Der DAX hat dies mit einem Sprung um 2,22 Prozent auf 26.438 Punkte im Xetra-Handel quittiert. Im Hoch kam er bis auf 26.542 Punkte an sein Rekordhoch vom 28. August bei 26.618 Punkten heran, am Abend überstieg er es mit 26.673 Punkten sogar und ging mit 26.668 Punkten nahe am Tageshoch aus dem Handel. Damit hat der Index die Zone zwischen 25.900 und 26.300 Punkten in einem Zug überwunden und die rote Widerstandszone zwischen 26.340 und 26.616 Punkten erreicht. Der 10er-EMA steigt auf 25.869 Punkte, der RSI(5) ist mit 80,47 allerdings deutlich überkauft. Gelingt im Xetra-Handel ein Schluss über 26.618 Punkten, wäre der Weg zu neuen Rekorden wohl frei. Nach einem Anstieg von gut 800 Punkten binnen eines Tages ist zunächst aber auch ein Rücksetzer in die Zone um 26.300 Punkte denkbar.

An der Wall Street stieg der Dow Jones um 3,03 Prozent auf 53.356 Punkte, der S&P 500 legte um 1,58 Prozent auf 7.689 Punkte zu und der Nasdaq 100 um 0,91 Prozent auf 28.437 Punkte. Die Chipwerte bremsten auch hier, und nach Handelsschluss gaben die Aktien des Chipdesigners Arm und des Chipherstellers Qualcomm trotz ordentlicher Zahlen nach. Energiewerte waren die schwächste Branche. Gold verteuerte sich dagegen wieder auf mehr als 4.000 Dollar je Feinunze. Der Donnerstag bringt die nächsten Impulse. Mittags entscheidet die Bank of England über einen Zinsschritt, die ihren Leitzins nach Erwartung vieler Volkswirte von 3,75 auf 4,00 Prozent anheben dürfte. Aus dem DAX legen die Deutsche Telekom, die Commerzbank, der Logistikkonzern DHL und der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers ihre Zahlen vor, dazu kommen in Deutschland die Auftragseingänge der Industrie. Am Freitag folgt dann der US-Arbeitsmarktbericht. Historisch passt der Verlauf ins Bild, denn rund um die Zwischenwahlen legten die US-Börsen fast immer zu, und das Fenster reicht noch bis Freitag. Für den DAX hat zudem Anfang November das saisonal günstigere Fenster begonnen.

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Handelsmöglichkeiten

Der DAX ist am Vortag kräftig angesprungen und scheint direkt Kurs auf die Marke von 27.000 Punk-ten zu nehmen. DAX und EuroStoxx 50 zeigen Stärke, Nasdaq 100, Russell 2000 und SP500folgen dem nicht so richtig. Bisher wird weiterhin ein neuer tieferer Rücklauf der US-Aktienindizes präferiert. Falls dies so eintritt, sollte auch der DAX nochmal vor Gegenwind stehen.

Widerstände: 26.700 / 26.800 / 27.000 Punkte

Unterstützungen: 26.500 / 26.200 / 26.000 Punkte

Produktauswahl

Long: NB59FT und NB11LM

Short: NB42CP und NB243S

Weitere Informationen zum DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:
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